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Informationsfahrten ins Krematorium

Anmelden, informieren und vergleichen!

 

Schauen Sie hinter die Kulissen!

Zu unseren Tagesausflügen nach Tschechien Vysočany können Sie sich schlau machen. Wir berichten aus dem Bestatteralltag & neben Vorträgen und Videobeiträgen im Bus zu den Themen, Bestattungskosten & Bestattungsrecht erhalten Sie in Vysocany einen offenen und ehrlichen Einblick über den letzten Weg.

 

Tagesablauf:

 

      09.15 Uhr

Zustieg Chemnitz-Busbahnhof, Schillerplatz

ca. 11.00 Uhr

Ankunft in Vysočany, Bestattungsfeier & Besichtigung des Krematoriumbetriebes

ca. 12.30 Uhr

Mittagessen im Hotel St. Wenzel, anschließend Besichtigung der St. Wenzels Kirche

ca. 14.30 Uhr

Besichtigung des Friedhofes Hrušovany

ca. 15.00 Uhr

Rückfahrt

 

Bitte beachten Sie, eine Anmeldung und Platzreservierung ist erforderlich!

Der Unkostenbeitrag inkl. Mittagsessen beträgt 45,00 €.
Bitte melden Sie sich telefonisch unter 0371 / 49 39 00 55 oder 0371 / 49 39 00 60 an!


In der Regel finden die Informationsfahrten einmal jährlich statt.
Der nächste Termin für 2018 steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig hier veröffentlicht.

 
 

Impressionen

 
 
 

Informationsfahrt ins Krematorium – pietätlos? ein Beitrag von Romy Scharrer

Die Gemüter erhitzen sich. Die einen sagen "pietätlos", andere „überaus wichtig“. Je nach eigenem Selbstverständnis im Umgang mit Sterben und Tod nehmen wir dieses Thema war, urteilen wir. Manchmal vorschnell, manchmal mit von außen übernommenen Bewertungen, manchmal aus eigenen Erfahrungen, nach unserem inneren Wertesystem. Je nach Lebenssituation wandelt sich dieses Selbstverständnis - zerbrechen Menschen an der Härte der Lebenswirklichkeit oder lassen uns Erfahrungen reifen, innerlich wachsen.

Egal wie und wann, eines ist gewiss; unser aller Leben wird mit dem Tod seine Vollendung finden. Es kommt der Augenblick, da lässt uns das Leben keine Wahl mehr. Nicht selten fühlen wir uns selbst, fühlen sich Angehörigen dann hilflos, ausgeliefert, ohnmächtig. Vorbereitet sein, zu wissen was sich der geliebte Mensch im Tode und für seine letzte Reise wünscht, ihm diese Wünsche erfüllen zu können, versöhnt uns ein Stück. Es erleichtert das Gewissen und spendet Trost, so die Erfahrungen von Frau Romy Scharrer, Chefin im Familienunternehmen Vedha Bestattungen.

Doch wie bereitet man sich angemessen auf das Sterben vor? Viele schieben dieses Thema weit von sich. Fühlen sich an wunder Stelle getroffen, haben Angst wenn der Tod doch einmal in ihr Blickfeld gerückt wird. Dabei können wir durch eine angemessene Auseinandersetzung viel gewinnen. Denn ein passendes Rezept für Alle, gibt es nicht. Sterben und Bestattung entziehen sich einer Bewertung durch Außenstehende – meint die Bestatterin. Gerade in dieser sehr persönlichen Lebenssituation gilt es Respekt und Toleranz gegenüber den individuellen ästhetischen, moralischen und religiösen Vorstellungen zu wahren, die Würde des Einzelnen zu achten – auch und gerade im Tod.

Diese zwischenmenschliche Haltung geprägt von Taktgefühl und Rücksicht bezeichnen wir gemeinhin mit dem Wort Pietät – wir verhalten uns pietätvoll. Dabei stammt der Begriff vom lateinischen pietas und meint ursprünglich und immer noch „gottesfürchtige Frömmigkeit“. Wir sollten daher sehr genau darauf schauen im welchem Kontext der heutzutage schon fast überstrapezierte Begriff der Pietät gebraucht wird. Denn mit dem Gegenwort pietätlos lassen sich Andersdenkende schnell diskreditieren. Anschauungen, Meinungen und Gefühle vor denen es eigentlich gilt Respekt zu wahren, werden als unsittlich verunglimpft und tabuisiert. Dabei versucht doch gerade der moderne, aufgeklärte Mensch sich überkommenen Dogmen zu entziehen, will sich informieren und schließlich selbstbestimmt entscheiden. Auch und besonders in den, vom christlichen Glauben geprägten, Lebensbereichen wie Sterben und Bestattung.

Die Menschen sind auf der Suche nach neuen Formen des Gedenkens und der Bestattung, gerade weil Ihnen diese Themen sehr wichtig sind. Heute wird uns der bereits vollzogene Wandel in Demographie und Familienmodellen im Alltag immer stärker bewusst und fordert Lösungen. Viele ältere Menschen sehen schlichtweg keinen Sinn in einer Grabstätte, welche Kinder und Enkel nicht besuchen, weil sie es in unserer hochmobilen Gesellschaft einfach nicht können. So entstehen Wünschen nach liberaleren Möglichkeiten als es die deutschen Bestattungsgesetze derzeit erlauben. Etwa die Asche im Winde zu verstreuen, sie zu einem Diamanten transformieren zu lassen oder die Urne für eine Zeit des Abschieds bei sich zu Hause aufzubewahren.

Wir dürfen nicht vergessen, dass der als traditionell bezeichneten christlichen Bestattungskultur eine Jahrtausende währende nicht-christliche Bestattungskultur voraus ging. Immer wurden die Toten geehrt, gewürdigt und zeremoniell aus dem Kreis der Lebenden verabschiedet, behandelte der Mensch seine Toten würdevoll. Dem seit Jahren beklagten Verlust an christlicher Bestattungskultur stehen heute eine Vielzahl möglicher Abschiedsrituale, Bestattunsgformen und Gedenkzeremonien gegenüber, die in vielen europäischen Ländern möglich und durchaus üblich sind.

Während Deutschland von seinen Bürgen zu Lebzeiten Flexibilität und Mobilität verlangt, lassen die Landesgesetze im Zusammenspiel mit zahlreichen kommunalen Verordnungen, bürokratischen Gepflogenheiten von Behörden und Amtsträgern dem Toten und seinen Angehörigen tatsächlich nur mehr wenig Spielraum, als das regional vor Ort eben „übliche“ Bestattungsritual mit zahlreichen Vorgaben für die Gestaltung der letzten Ruhestätte.

Hier ist ein Blick über den eigenen Tellerrand interessant. Die Informationsfahrt ins tschechische Vysocany führt Vedha Bestattungen seit mehr als 5 Jahren durch. Es geht der Unternehmerin nach eigener Aussage nicht darum, jemand zu überreden sich in Tschechien einäschern und beerdigen zu lassen, oder nur Geld sparen zu wollen. Vielmehr will die ideenreiche Bestatterin zeigen und darüber reden, welche Entscheidungen welche Folgen mit sich bringen, was bedacht sein will, was wo möglich ist und weshalb in Deutschland die Regeln so sind wie sie derzeit sind. Sie bietet die Möglichkeit, sich einen Tag mit Sicherheitsabstand an die Grenze des Lebens wagen. Das erfordert von den Reiseteilnehmern Mut und emotionale Arbeit.

Fazit: Die Mitfahrt empfiehlt sich für die, die es genau wissen und sehen wollen.
Alle anderen sollten besser zu Hause bleiben.

 
 

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